Berlin - Einsamkeit ist nicht erst seit Corona ein Problem. Doch jetzt sind auch Menschen davon betroffen, die zuvor keine Erfahrung damit hatten. Während die einen den Lockdown mit ihrer Familie zu Hause verbringen, fehlt es jetzt auch Kindern und in Singlehaushalten an Kontakten, wenn Freunde, Familie, selbst Kollegen, nur noch digital erreichbar sind. Das geht aus einem Gutachten zum Thema Einsamkeit hervor, das der Sozialverband Deutschland und die Göttinger Professorin Claudia Neu am Donnerstag in Berlin vorgestellt haben.

Einsamkeit kann genau wie Depressionen die psychische Gesundheit der Menschen belasten. Mit dem ersten Lockdown kam die überwiegende Mehrheit der Deutschen gut zurecht. Das Gutachten bezieht sich auf eine Studie des deutschen Wirtschaftsinstituts und der Bertelsmann-Stiftung, wonach 90 Prozent der Deutschen im April altersgruppenunabhängig sagten, dass sie mit der Situation „ganz gut klarkommen“. Dennoch haben sich 48 Prozent der Deutschen im Lockdown gelegentlich einsam gefühlt, der europäische Durchschnitt lag im Frühjahr bei 52 Prozent.

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