Brüssel - Der Vlaams Belang folgt damit der rechten niederländischen Partei PVV von Geert Wilders, der im Februar im Internet eine „Meldestelle“ für Störungen durch Bürger aus osteuropäischen Staaten eingerichtet hatte. Dies war sowohl in den Niederlanden als auch im Europaparlament heftig kritisiert worden.

Filip Dewinter, Fraktionschef der VB im Regionalparlament Flanderns, begründete die Aktion damit, dass weniger als ein Viertel der Asylsuchenden tatsächlich anerkannt werde, die meisten nicht politisch Verfolgten dennoch in Belgien blieben. „Illegale sind hier nicht daheim. Hand in Hand zurück ins eigene Land!“

„Die Regierung will die Probleme und die Belästigung durch die Illegalen kleinreden und unter den Teppich kehren“, schrieb Dewinter. Seine Partei wolle daher „so viel Fakten wie möglich“ für ein „Schwarzbuch Illegalität“ sammeln. Dazu gehöre nicht nur Kriminalität der illegalen Ausländern, sondern auch deren Ausnutzung durch Arbeitgeber und Vermieter. Die Bürger sollten ihre Hinweise auf illegale Ausländer aber auch an die Polizei weiterleiten. (dpa)