London - Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, war der älteste Prinzgemahl der britischen Geschichte und das älteste männliche Mitglied der königlichen Familie. Seit November 1947, mehr als sieben Jahrzehnte also, war er mit Königin Elizabeth II. verheiratet. Er hatte einen bedeutenden Anteil an der Modernisierung des Königshauses, einen Anteil, der nur zu oft unterschätzt worden ist. Es war Philip, der maßgeblich half, angestaubte und überholte Rituale an die Gegenwart anzupassen und so die Monarchie als Institution zugänglicher zu machen.

Philip war ein Intellektueller, der sich für Theologie und Dichtung interessierte, was er auf sehr englische Art hinter einem schroffen Auftreten verbarg. Der ironische Prinz konnte sehr einschüchternd sein und wurde durch die Medien berühmt für seine undiplomatischen Statements. Oft waren seine Witze lediglich Versuche, die Situation aufzulockern und mit wortkargen oder schüchternen Menschen ins Gespräch zu kommen. So sagte er etwa während eines China-Besuchs zu englischen Austauschstudenten: „Wenn Sie lange genug hierbleiben, bekommen Sie Schlitzaugen.“ Oder er fragte einen schottischen Fahrlehrer: „Wie schaffen sie es nur, die Einheimischen so lange vom Saufen abzuhalten, dass sie die Fahrprüfung bestehen?“

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