Köln - Während des Auftritts des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan soll es am Samstag auf dem Außengelände der Lanxess-Arena kein „Public Viewing“ geben. Das Gelände wird mit Sichtschutzzäunen weiträumig abgesperrt und es dürfen nur Besucher mit Eintrittskarten in den Bereich. Großbildschirme auf den umliegenden Wiesen seien zudem nicht beantragt worden, sagte Stadtsprecherin. „Und jetzt ist es zu spät, weil wir das notwendige Sicherheitskonzept bis Samstag nicht mehr prüfen können.“

Die Polizei richtet sich derweil auf einen Großeinsatz ein. Die Alevitische Gemeinde plant für diesen Samstag zu Erdogans Auftritt in Köln eine Kundgebung mit Zehntausenden Teilnehmern. Ein Sprecher der Alevitischen Gemeinde rechnet mit mehr als 30.000 Menschen bei der Gegenveranstaltung zum Erdogan-Besuch in Köln. Die Teilnehmer kämen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Holland, Frankreich, Österreich und der Schweiz, um friedlich zu demonstrieren. Der in der Türkei offiziell nicht anerkannten liberal-islamischen Glaubensgemeinschaft der Aleviten gehören in Deutschland etwa 750 000 Menschen an. Sie besuchen keine Moscheen und legen den Koran nicht wörtlich aus. Männer und Frauen gelten als gleich.

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