London - Erica Duggan kann auf die Minute genau sagen, wann sie zu suchen begann. Es war der Moment, als die Polizei mitten in der Nacht kam und ihr mitteilte, dass ihr Sohn Jeremiah in Deutschland Selbstmord verübt habe. Seither hat sie nichts anderes getan als nach einer Erklärung zu suchen. Und weil sie das öffentlich getan hat, gibt es in Großbritannien wohl kaum noch jemand, der die mysteriöse Geschichte des "Selbstmord-Studenten" nicht kennt. Das Rätsel um den jüdischen Engländer Jeremiah Duggan, der am 27. März 2003 mit 22 Jahren tot auf einer deutschen Schnellstraße gefunden wurde, nachdem er das Seminar einer seltsamen Sekte besucht hatte.

Seine Geschichte wurde zuerst im jüdischen Londoner Stadtviertel Golder's Green erzählt. Dann kamen die großen Tageszeitungen Guardian, Independent und Times, das Fernsehen. Die Washington Post berichtete in ihrer Wochenendbeilage. Und kürzlich nahm die Geschichte, die von einer amerikanischen Sekte, Deutschen und Juden handelt, die Titelseite des Millionenblatts Daily Mirror ein. Die Schlagzeile lautete: "Wurde dieser britische Student von einem finsteren Politkult ermordet?"

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