Der Hollywood-Schauspieler Ernest Borgnine ist tot. Der Star aus dutzenden Filmen und Fernsehserien starb am Sonntag im Alter von 95 Jahren, wie seine Managerin Lynda Bensky der Nachrichtenagentur AFP sagte. Örtlichen Medienberichten zufolge starb Borgnine im Kreise seiner Familie im Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles.

Der 1917 in Connecticut geborene Borgnine machte zunächst vor allem in Nebenrollen wie in dem Weltkriegsdrama „Das dreckige Dutzend“ Karriere. Seinen Durchbruch hatte er im Film „Verdammt in alle Ewigkeit“. Den Oscar als bester Schauspieler bekam er für die Darstellung des einfachen, rührend gutmütigen Fleischergesellen in „Marty“ (1955).

Borgnine wuchs als Sohn italienischer Einwanderer im US-Staat Connecticut auf. Bevor er zum Film kam, diente er zehn Jahre lang in der Marine. In rund 140 Filmen wirkte „Hollywoods charismatischer Nebendarsteller“ mit; große Popularität erreichte er im amerikanischen Fernsehen mit der Verkörperung des Quinton McHale in der beliebten Serie „McHale's Navy“ und in der Actionserie „Airwolf“.
„Der Oscar hat mich zum Star gemacht und dafür bin ich dankbar“, sagte Borgnine in einem Interview 1966. Doch wenn er die Auszeichnung nicht erhalten hätte, wäre sein Privatleben nicht so sehr drunter und drüber gegangen, erklärte er damals.

Nach vier gescheiterten Ehen heiratete der Schauspieler 1973 zum fünften Mal. Mit der norwegisch-stämmigen Tova Traesnaes hielt die Partnerschaft jedoch. 2007, als die beiden 34 Jahre lang verheiratet waren, sagte Borgnine, das sei länger gewesen als alle seine vorherigen Ehen zusammen.

In einem AFP-Interview im selben Jahr gab der Schauspiel-Veteran angehenden Mimen den Rat mit auf den Weg, sich „zuerst einen richtigen Job zu besorgen“. „Lerne etwas über das Leben, und dann lerne dein Handwerk. Und trage keine Sonnenbrille auf der Leinwand, weil du das für cool hältst. Die Augen sind das größte Kapital eines Schauspielers.“ (dapd/afp)