Erneut mehr Corona-Patienten in Brandenburgs Krankenhäusern

Die Zahl der Corona-Patienten in Brandenburgs Krankenhäusern steigt weiter deutlich an: Derzeit würden 777 Menschen mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt, te...

Ein Symbol auf der Intensivstation einer Klinik weist auf den Covid-Bereich hin.
Ein Symbol auf der Intensivstation einer Klinik weist auf den Covid-Bereich hin.Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Potsdam-Die Zahl der Corona-Patienten in Brandenburgs Krankenhäusern steigt weiter deutlich an: Derzeit würden 777 Menschen mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Potsdam mit. Vor einer Woche waren es 655 und vor zwei Wochen noch 455 Covid-19-Patientinnen und Patienten in Kliniken. Die Zahl neuer Patienten je 100.000 Einwohner in einer Woche überschritt mit 16,2 den Alarmwert der Warnampel des Landes deutlich. Im grünen Bereich ist weiter der Anteil freier Intensivbetten in Krankenhäusern mit 18,1 Prozent.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen, für die es keinen Schwellenwert mehr gibt, stieg sehr stark an auf 778,0 nach 450,3 in der Vorwoche. Die höchste Inzidenz hat mit Abstand Frankfurt (Oder) mit 1522,6, die niedrigste der Kreis Barnim mit 425,8. Innerhalb eines Tages kamen 3920 Neuinfektionen und 11 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung hinzu.

Diese Werte für Neuinfektionen, Belegung der Krankenhäuser und der Intensivbetten gelten für die rot-schwarz-grüne Landesregierung als Signale für die Corona-Lage. Ihre Entwicklung bildet die Grundlage für eine mögliche Entscheidung über schärfere Regeln wie etwa eine Maskenpflicht beim Einkaufen.

Wegen der steigenden Corona-Belastung in den Krankenhäusern hatte sich Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bereits am Mittwoch für eine Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen ausgesprochen. Im medizinischen Bereich gebe es wegen Erkrankungen erhebliche Personalausfälle. Deshalb sei es an der Zeit, weitere Schutzmaßnahmen vorzubereiten.

Im Landtag bekräftige die Ministerin die Notwendigkeit schärferer Regeln, ließ aber ein Datum offen: „Wenn sich das Infektionsgeschehen im Herbst und Winter weiter verschlechtert, die Funktionsfähigkeit unseres Gesundheitswesens beeinträchtigt wird und der Schutz der vulnerablen Personengruppen umfassendere Schutzmaßnahmen (…) erforderlich macht, so sind wir als Land in Verantwortung und Verpflichtung, diese auch anzuordnen“, sagte Nonnemacher. Der Landtag wies mit breiter Mehrheit einen Antrag der AfD zurück, die Corona-Maßnahmen zurückzufahren. „Die Corona-Pandemie ist vorbei“, meinte die AfD-Abgeordnete Daniela Oeynhausen, die Ärztin ist.