Symbolbild: Ein Junge sitzt in Decken eingewickelt am Strand des Dorfes Skala Sikamias, nachdem er mit einem Beiboot die Ägäis von der Türkei aus überquert hat.  
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AthenGriechenland hat das Verfahren zur Ausreise minderjähriger Flüchtlinge in andere EU-Staaten in die Wege geleitet, schreibt die Nachrichtenagentur dpa. Es handelt sich um zwölf unbegleitete Minderjährige, die nach Luxemburg gebracht werden sollen. Dies solle in den kommenden Tagen geschehen, teilte das Büro des stellvertretenden griechischen Migrationsministers Giorgos Koumoutsakos am Dienstag mit. «Das wurde in einem Telefonat heute mit dem luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn vereinbart», hieß es in der schriftlichen Erklärung.

«Das ist ein positives Beispiel auch für andere EU-Staaten, die den Wunsch geäußert haben, Minderjährige aufzunehmen», erklärte Koumoutsakos. Die Reise wird in Kooperation mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) und der Internationalen Organisation für Migration stattfinden, hieß es. Aus welchen Lagern die Kinder geholt werden sollen, wurde zunächst nicht bekannt.

Zahlreiche humanitäre Organisationen und Politiker hatten in den vergangenen Tagen wiederholt die Ausreise unbegleiteter Minderjähriger aus den griechischen Camps gefordert. Dies sei vor allem jetzt in Zeiten der Corona-Krise notwendig, hieß es. In den griechischen Camps harren unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen mehr als 100.000 Personen aus.