Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat eine brisante ethische Debatte losgetreten.
Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat eine brisante ethische Debatte losgetreten.
Foto: Ebner-Pressefoto/Thomas Dinges

Berlin - Statistisch betrachtet ist älteren Menschen der Tod näher als jungen. Das ist eine Binsenweisheit, die zuletzt mal mit wissenschaftlichen, mal mit ethischen Argumenten traktiert wurde. Der Begriff der Übersterblichkeit ist in den Alltagsjargon eingegangen und bezeichnet den Anstieg der durchschnittlichen Sterberate, was wiederum mit den durch die Corona-Epidemie hervorgerufenen Atemwegserkrankungen in Verbindung gebracht wird. Es zeugt nicht gerade von sprachlicher Sensibilität, den Tod als schnöde statistische Kennzahl in Umlauf zu bringen und ihn so vom Einzelschicksal abzulösen, dessen Leid meist nur von Freunden und Angehörigen geteilt wird.

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