Die Debatte um eine Flüchtlingswelle aus Afghanistan nach Europa ist nach Ansicht des Flüchtlingsexperten Gerald Knaus von der Europäischen Stabilitätsinitiative (ESI) eine „Gespensterdebatte“. Knaus sagte der Berliner Zeitung: „Eine Wiederholung von 2015 kann gar nicht stattfinden. Damals war die türkisch-syrische Grenze offen, und wer es über die Ägäis schaffte, war in der EU. Heute sind faktisch alle Grenzen zwischen Afghanistan und Europa geschlossen.“ Knaus sagte, dass auch die Ausgangslage in Afghanistan eine andere sei: „Die Taliban kontrollieren die Grenzen. Es gibt Checkpoints. Die große Frage ist, ob selbst Leute ausreisen können, die westliche Länder sofort aufnehmen würden.“

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