Donald Trump war gerade beim Golfspielen, als ihn die Nachricht von seiner Niederlage erreichte: Sein Rivale Joe Biden, so verkündeten es die TV-Sender, habe nach einer tagelangen Hängepartie die umkämpfte Präsidentschaftswahl gewonnen. Trump, der zweifellos umstrittenste Präsident der jüngeren amerikanischen Geschichte, wäre demnach abgewählt. Die Reaktion des Amtsinhabers war allerdings kämpferisch: „Die Wahl ist noch lange nicht vorbei.“

Der 74-Jährige stemmt sich mit aller Macht gegen seine Abwahl – es drohen unruhige Wochen und Monate. Die Demokraten, so behauptet der Präsident, wollten ihm die Wahl „stehlen“. Trump hofft auf die Mobilisierung seiner Anhänger und auf die Unterstützung des von ihm immer noch beherrschten Machtapparats in Washington. Allerdings hat der Präsident schlechte Karten: Bis jetzt gibt es keinerlei handfeste Beweise für Wahlbetrug. Die Demokraten, die die vergangenen vier Jahre damit zugebracht hatten, Russland ohne jeglichen Beweis der Wahlmanipulation zu bezichtigen, wiesen den nun von Trump erhobenen Vorwurf entrüstet von sich – auch Russland wurde bisher noch nicht erwähnt.

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