19.06.2020, Frankreich, Paris: Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, nimmt im Elysee-Palast an einer Videokonferenz mit EU-Kollegen teil. 
Foto: dpa

Brüssel/Berlin/Paris - Die Staats- und Regierungschefs haben sich am Freitag bei einem Video-Gipfel noch nicht auf das von der EU-Kommission vorgeschlagene Corona-Finanzpaket einigen können. Allerdings war zu erkennen, dass die Tendenz in Richtung einer Einigung über ein milliardenschweres Rettungspaket für die wegen der Corona-Maßnahmen schwer getroffene Wirtschaft in Europa geht. So erklärten nach Aussage von Ratspräsident Charles Michel alle Teilnehmer, dass sie eine Einigung über das aktuell 750 Milliarden-Euro schwere Hilfspaket im Juli anstreben. Die Konfliktlinie läuft zwischen den sogenannten „sparsamen Vier“ und dem Rest der Union. Die Niederlande, Österreich, Finnland und Schweden wollen keine Staatsfinanzierung durch die Hintertür. Die anderen Staaten sagen, angeführt von Frankreich, dass außergewöhnliche Situationen auch außergewöhnliche Lösungen erfordern. Sie wollen daher die in der Zukunft anfallenden Corona-Kosten in Form von gemeinsamen Schuldtiteln bezahlen. Die Nordeuropäer wollen daher vor allem Kredite und pochen, wie die Niederländer und Österreicher zu Beginn der Konferenz auf Einhaltung der EU-Verträge.

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