Berlin/Brüssel - Wer darf wann wohin reisen? Und unter welchen Umständen? Es waren zwei von vielen Fragen, die die 27 EU-Staaten am Donnerstagabend klären wollten, als sie bei einem Videogipfel zusammenkamen, um über das europäische Vorgehen in der Corona-Pandemie zu beraten. Gemeinsames Ziel ist es, das Impfen zu beschleunigen und die gefürchteten neuen Virusvarianten einzudämmen.

Nach Angaben eines EU-Vertreters prüften die Staats- und Regierungschefs bei dem Videogipfel mögliche weitere Auflagen für nicht-notwendige Reisen. Die Grenzen sollten aber möglichst offen bleiben, hieß es. Vorab hatte Kanzlerin Angela Merkel Grenzkontrollen nicht ausgeschlossen, um hochansteckende Virusformen fernzuhalten. Merkel sagte, sie sehe es als besonders problematisch an, wenn andere Länder viel höhere Inzidenzen haben, aber eventuell früher ihre Geschäfte wieder öffneten. Flächendeckende Grenzkontrollen seien für sie da die „Ultima Ratio“, aber nicht vollkommen auszuschließen. Merkel sagte, sie erwarte „besondere Vorkehrungen“ bei Einreisen aus Großbritannien und Südafrika, von dort waren zuletzt mutierte Virusvarianten in die EU gelangt. Deutschland hat für Reisende aus diesen Ländern bereits eine Testpflicht eingeführt.

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