Brüssel - Die Frau ist noch sehr jung für einen diplomatischen Top-Job. Aber das ist üblich für die östlichen Mitgliedstaaten der EU. Dort trägt jetzt die Wendegeneration die Verantwortung – wie Ilze Juhansone, die Vertreterin Lettlands bei der EU. Ihr Land übernimmt zum 1. Januar von Italien die Ratspräsidentschaft. Und um das Programm für das kommende Halbjahr zu umschreiben, genügen Juhansone drei Worte: wettbewerbsfähig, digital, engagiert.

Juhanzone war mal Lehrerin, studierte aber nach der Wende Jura und machte im Außenamt Karriere. Seit 2011 vertritt sie Lettland in Brüssel, ihr Land hat sich gewissenhaft vorbereitet auf die Präsidentschaft. So ein Prozess zieht sich über Jahre. Denn in Brüssel vollzieht sich alle sechs Monate ein kleines Spiel. Dann rutschen die EU-Botschafter in ihrem Versammlungssaal im Ratsgebäude einen Platz weiter. Wer an der Stirnfront angekommen ist, führt den Vorsitz der (fast) täglichen Verhandlungen im europäischen Maschinenraum. Die Ratspräsidentschaft entscheidet, was auf der Agenda vorangetrieben wird. Ein enorm einflussreicher Job.

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