Berlin - Besonders schwer erkrankte Frauen sollen das Absaugen von Körperfett bald von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt bekommen. Dies gilt zunächst befristet bis Ende 2024, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kassen und Kliniken als oberstes Entscheidungsgremium des Gesundheitswesens am Donnerstag in Berlin beschloss.

Bis dahin sollen Ergebnisse einer generellen wissenschaftlichen Studie zu Nutzen und Risiken vorliegen, die dann Basis einer Entscheidung für alle Stadien der betroffenen Erkrankung sein soll.

Entscheidung setze Forderung von Bundesgesundheitsminister Spahn um

Die Entscheidung setze eine Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) um und schaffe eine neue Versorgungsmöglichkeit für Patientinnen mit Lipödem im Stadium 3, erläuterte der G-BA. Dies geschehe „notwendigerweise mit strengen Vorgaben zur Qualitätssicherung“.

Zugleich werde eine Erprobungsstudie fortgesetzt, die zwingend nötige Informationen für eine zuverlässige Abwägung von Nutzen und Schaden der Methode liefern soll. Dies werde für eine endgültige Beschlussfassung dringend benötigt.

Die neue Kassenleistung für das Stadium 3 dürfte voraussichtlich im Januar 2020 erstmals Anwendung finden können, wie der G-BA erklärte. (dpa)