Berlin - Vor gut zwei Wochen feierte Bundesverkehrminister Andreas Scheuer die Zweifel an den geltenden Feinstaub-Grenzwerten von Lungenfachärzten noch als Beitrag zur Versachlichung. Nun, da Fehler in der Stellungnahme der Fachleute bekannt geworden sind, taucht der Verkehrsminister plötzlich ab. Auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), was Scheuer zu den aufgedeckten Fehlern sage, verweist dessen Sprecher auf den Initiator der Stellungnahme, den Lungenfacharzt Dieter Köhler. Keine Aussage also. Alle Versachlichung wieder dahin. Ende Januar hatten mehr als 100 Wissenschaftler ein Papier vorgelegt, das bundesweit für Diskussionen sorgte. Die Gruppe, die vor allem aus Lungenfachärzten bestand, äußerte Zweifel an den geltenden Grenzwerten.

An diesem Donnerstag ist nun bekannt geworden, dass Lungenfacharzt Köhler mit falschen Zahlen und Schadstoff-Werten argumentiert hatte. Das geht aus einer Recherche der Tageszeitung „taz“ hervor. Laut den Recherchen ist die umstrittene Stellungnahme damit faktisch nicht mehr zu halten. Köhler selbst räumte die Fehler ein. Der Verkehrsminister schweigt. Andere hingegen drehen jetzt richtig auf.

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