Berlin - Das erste Mal klingelt das Telefon bei Özcan Mutlu am Dienstagmorgen sehr, sehr früh. Jemand will von Mutlu wissen, was er dazu sagen kann, dass die Türkei einen deutschen Zeitungskorrespondenten jetzt in Untersuchungshaft hält. Der Bundestagsabgeordnete der Grünen antwortet schnell. Dann klingelt es wieder, und so geht es immer weiter. Plötzlich, so kommt es Mutlu in diesem Moment vor, will die ganze Welt, jedenfalls ein großer Teil der deutschen Welt, wissen, was er zu der Inhaftierung des Welt-Korrespondenten Deniz Yücel zu sagen hat. Also macht Mutlu das, was man sich von einem Bundestagsabgeordneten erhoffen darf, wenn es darum geht, dass ein Mensch mundtot gemacht werden soll.  „Wir lassen das nicht zu“, sagt er. Er macht seinen Standpunkt am Telefon immer wieder deutlich,  bis zum späten Nachmittag. Dann geht Mutlu demonstrieren.

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