Sabine Rennefanz
Foto: Ostkreuz/Maurice Weiss

Berlin - Im Januar hatten wir unseren Jahresurlaub durchgeplant: Zwei Wochen im Spätsommer in Cornwall in der Nähe von Oma Tanya und Opa Michael. Wir hatten ein Haus am Meer gebucht und einen Flug reserviert. Auf dem Weg von London nach Cornwall wollten wir einen Zwischenstopp in der Grafschaft Wiltshire machen, um den anderen Opa Michael zu besuchen. Die Großeltern freuten sich auf ihre Enkel, die sie nur ein-, höchstens zweimal im Jahr sehen.

Doch im März kam Corona. In Großbritannien wurde der Premier Boris Johnson krank, die Großeltern sollten vorsorglich nicht mehr aus dem Haus gehen, so die offizielle Anordnung für alte Menschen. Wir wurden nervös, es war schwer, aus der Ferne nicht helfen zu können. Aber sie schienen gut zurechtzukommen. Opa Michael bestellte seine Lebensmittel im Netz. „Wenn die Tüten von Tesco kommen, ist das das Highlight der Woche“, sagte seine Frau. Oma Tanya bekam Hilfe von einer Kirche. Auch sie klang am Telefon betont fröhlich. Es ist diese Kriegsgeneration, „Keep calm and carry on“ ist für sie mehr als ein Slogan, der auf  Tassen steht.

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