Burkhard Hirsch
Foto: imago images / IPON

Berlin - Bis zuletzt hat sich Burkhard Hirsch gegen staatliche Eingriffe in die Privatsphäre gewehrt - sei es beim großen Lauschangriff oder bei der Vorratsdatenspeicherung. Vorratsdatenspeicherung, sagte er noch im August 2019 in der «Süddeutschen Zeitung», «ist eine verharmlosende Täuschung der Öffentlichkeit über die Absicht, die Provider gesetzlich zu einer Mindestdauer der Speicherung aller elektronischen Kommunikationsdaten von 520 Millionen Einwohnern Europas zu verpflichten. (...) Jedermann wird zum gläsernen Bürger.» Recht hat er, aber hören will das heute keiner mehr. Zu lukrativ ist das Datengeschäft für Google und Co. - am Staat vorbei. Am Mittwoch starb er im Alter von 89 Jahren, wie das Innenministerium seines Heimatlandes Nordrhein-Westfalen am Donnerstag bestätigte.

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