Berlin - Genau eine Woche ist es her, dass der WDR seine Hörer im „Morgenecho“ mit einem echten Schocker aus dem Schlaf riss. „Der WDR hat den Taschenrechner herausgeholt“, leitete der Moderator ein Studiogespräch mit dem Redakteur Holger Beckmann ein. Das Ergebnis: Jedem zweiten Rentner drohe 2030 der Absturz in die Altersarmut. „Fast 50 Prozent werden maximal Grundsicherung haben“, sagte Beckmann voraus.

Die Meldung schlug ein wie eine Bombe. Die ARD-Tagesthemen berichteten, der Bericht aus Berlin machte mit der Untersuchung auf, und auch die Talkshow Anne Will beschäftigt sich mit dem Thema. Ein schöner Erfolg für den Kölner Sender – wäre da nicht ein kleiner Schönheitsfehler: Die Berechnung ist falsch. Mehrere renommierte Wissenschaftler weisen den Autoren schwere handwerkliche Fehler nach. Und selbst der Rentenexperte der Linksfraktion geht auf Distanz. „Gut gemeint ist nicht gut gemacht“, sagte Matthias W. Birkwald der Frankfurter Rundschau: „Die WDR-Studie arbeitet mit fragwürdigen Annahmen und Zahlen.“

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