Köln - Bis zu den Ausschreitungen von Köln hatte man gedacht: An ihren Flaggen sollt ihr sie erkennen. Zwar tragen Neonazis längst nicht mehr nur Glatze, Bomberjacke, Springerstiefel. Aber selbst wenn sie modisch oder „autonom“ gekleidet sind – wie etwa die „Autonomen Nationalisten“ –, so blieben doch die schwarz-weiß-roten Flaggen und Anspielungen auf die NSDAP Zeichen ihrer neonazistischen Gesinnung. Schwarz-Rot-Gold lehnten sie so ab wie eben die Bundesrepublik an sich.

Streng getrennt davon agierte bislang die Neue Rechte, die vor allem auf Islamhass setzt – und nun den Abscheu gegen Salafisten und IS-Miliz für sich nutzen will: Sie gibt vor, das Grundgesetz gegen ausländische, linke und muslimische Bedrohung zu verteidigen – und hisste provokativ Schwarz-Rot-Gold. Allein, um ein bürgerliches Image zu wahren, distanziert sie sich von Neonazis – deklariert gar „National-Sozialisten“ zu Sozialisten, also zur „linken Bewegung“.

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