Rom-Ab dem 3. Juni öffnet Italien seine Grenzen wieder für Touristen. Noch gehen kaum Flugzeuge in den sonnigen Süden – also muss man per Auto anreisen. Einziger Haken: Deutsche müssen bei der Einreise mit dem Auto durch Österreich fahren. Österreich aber erlaubt die Einreise für Touristen eigentlich erst ab dem 15. Juni. Was tun?

Für Italienurlauber aus Deutschland wird Österreich eine Durchreise-Regelung schaffen. Wie das österreichische Innenministerium bestätigt, dürfen deutsche Urlauber Österreich bei der Reise nach Italien passieren, wenn sie Tirol „ohne Aufenthalt durchqueren und die Ausreise sichergestellt ist“.
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Bei einer Kontrolle an der Grenze müssen Reisende glaubhaft machen, dass sie Österreich nur zur Durchreise überqueren. Konkret bedeutet das, dass ausländische Urlauber zum Beispiel Buchungsbestätigungen vorlegen müssen, wenn sie Österreich zur Durchreise nutzen wollen.

Nur gegen einen Ausdruck verwehrt sich das österreichische Innenministerium: „Es gibt keinen Korridor für Deutsche durch Österreich.“ Bei der Durchreise seien keine bestimmte Routen, Übergänge oder Zeiten vorgegeben, daher handle es sich auch um keinen Korridor.
Jeder, der an die Grenze nach Österreich kommt, muss sich verpflichten, durch Österreich ohne Zwischenstopp durchzufahren. Also weder mit einer Toilettenpause oder Tankpause.
Was darf man auf der Durchreise durch Österreich? Die Antwort lautet: Leider gar nichts! Die Durchfahrt durch Österreich muss ohne Zwischenstopps erfolgen – Einkaufen oder auch eine kurze Pause auf einem Parkplatz oder einer Raststätte bleiben tabu. Aber immerhin: Tanken ist erlaubt – dies zählt zu den derzeit geltenden Ausnahmen im Transitbereich.
Keine Pinkel-Pause auf dem Weg nach Italien
Die Kontrolle, ob tatsächlich keine Unterbrechung stattfindet, erfolgt stichprobenartig. Wenn jemand aber mit dem Fahrrad ins Land einreist und später auf den Zug umsteigen würde, wäre das nicht zulässig.
Der ADAC warnt allerdings aus einem anderen Grund vor Reisen ins Ausland – unabhängig ob mit dem Auto oder Flugzeug. Denn weiterhin gilt bis einschließlich 14. Juni die internationale Reisewarnung. Für Reisende bedeutet das, dass der gesamte Versicherungsschutz auf Reisen während dieses Zeitraums (unabhängig vom ausländischen Reiseziel) enorm wackelt. Zu Problemen kann es unter anderem bei Haftpflicht, Reiserücktritt und dem Auslandskrankenschutz kommen. Reisende sollten also genau abwägen, ob sie dieses Risiko vor dem 15. Juni wirklich eingehen möchten.