Paris - Nach der Festnahme eines bewaffneten Mannes am Pariser Eiffelturm haben französische Anti-Terror-Ermittler den Fall übernommen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Sonntag aus Justizkreisen.

Die Entscheidung sei getroffen worden, nachdem sich der Mann im Verhör mit der Polizei radikal religiös geäußert habe. Es werde nun untersucht, ob er in Verbindung zu terroristischen Vereinigungen stehe und einen tödlichen Angriff auf öffentliche Sicherheitskräfte geplant habe.

Plan, Soldaten anzugreifen

Nach Angaben einer mit dem Fall vertrauten Person hat der Verdächtige in der Befragung erklärt, dass er einen Soldaten angreifen wollte und in Kontakt zu einem Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) stehe, der ihn zu der Tat ermuntert habe.

Der Mann hatte am späten Samstagabend versucht, einen Kontrollpunkt am Eingang des Eiffelturms gewaltsam zu überwinden, wie die Betreibergesellschaft erklärte. Er habe schnell überwältigt und festgenommen werden können. Es gebe keine Verletzten. Bei der Waffe habe es sich nicht um eine Schusswaffe gehandelt.

Die Besucher des Eiffelturms waren vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Nach mehreren islamistisch motivierten Anschlägen in den vergangenen zweieinhalb Jahren sind die Sicherheitsbehörden in Paris in erhöhter Alarmbereitschaft. (dpa)