Aachen - Wegen eines Großbrands in Aachen hat die Feuerwehr am Montag einige Wohnhäuser geräumt. Anwohner in mehreren umliegenden Stadtteilen wurden wegen der starken Rauchentwicklung im Aachener Osten aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen und sich nicht im Freien aufzuhalten. Menschen wurden nach bisherigen Angaben nicht verletzt. 

In der Halle im Gewerbegebiet war Elektroschrott in Brand geraten. Die Lagerhalle wird von einer Recyclingfirma genutzt. „Es gab eine laute Detonation“, sagt Stadtsprecher Bernd Büttgens dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Eine Gasflasche habe Feuer gefangen und sei explodiert.

Das größte Problem seien nicht die Flammen, die habe die Feuerwehr größtenteils im Griff. „Die Rauchentwicklung ist erheblich. Die Rauchwolke ist weit zu sehen, aktuell werden die Luftwerte geprüft“, so Büttgens weiter. Aktuell lägen sie wohl unter den gesundheitsgefährdenden Grenzwerten. „Uns hilft heute das windige Wetter. Die Schadstoffbelastung in der Luft erfuhr so eine sehr schnelle und sehr hohe Verdünnung", sagte Bernd Geßmann, stellvertretender Fachbereichsleiter der Aachener Feuerwehr.

Einsatzkräfte sperrten das Gebiet großräumig für den Verkehr. Die Bahn unterbrach wegen des Feuerwehreinsatzes zeitweise den Verkehr auf dem Streckenabschnitt zwischen Aachen Hauptbahnhof und Rothe Erde. Es kam zu Verspätungen und Ausfällen.

Keine Verletzten

Das Feuer in einer mehrere tausend Quadratmeter großen Halle habe sich rasend schnell entwickelt, hieß es bei der Stadt. Die Halle brannte demnach in vollem Ausmaß. Die Feuerwehr löste Großalarm für alle Feuerwehren in der Stadt aus – 160 Feuerwehrleute und 40 Polizisten sind im Einsatz. Stadt und Feuerwehr rechnen damit, dass die Löscharbeiten bis spät in den Tag dauern werden und die Abriss- und Aufräumarbeiten erst in den kommenden Tagen beginnen können. (dpa/mab)