Berlin - Der in Deutschland entwickelte Impfstoff wird zuerst in Großbritannien zum Einsatz kommen. Dort ist er bereits seit Mittwoch zugelassen. In der Bundesrepublik hingegen ist das Zulassungsverfahren noch nicht abgeschlossen. „Das Zulassungsverfahren folgt einem bestimmten Ablauf, wir werden keine Abweichungen von diesen Standards machen“, sagte die Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch auf der Bundespressekonferenz. Das Schnellverfahren in Großbritannien wollte sie nicht beurteilen. Schon ab der kommenden Woche sollen die Briten geimpft werden. Dabei sollen die Risikogruppen prioritär behandelt werden.

Auswirkungen auf die in Deutschland verfügbaren Impfdosen soll die zügige Zulassung Großbritanniens laut einem Sprecher des Gesundheitsministeriums nicht haben. Wie viele Impfdosen bereitstehen werden, sei jedoch noch ungewiss. Hier sollen ab Ende Dezember die ersten Impfungen durchgeführt werden. Dennoch will das Ministerium keine falschen Hoffnungen wecken. „Wir können nicht davon ausgehen, dass wir im Winter in breiter Fläche impfen können“, sagte der Sprecher. Bis zur Herdenimmunität in der Bevölkerung werden Monate vergehen. Neben dem Impfstoff von Biontech und Pfizer befinden sich noch weitere Impfstoffe im Zulassungsverfahren.

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