Flensburg - Ein Mann, der sich als Notfallmediziner ausgegeben haben soll, muss sich am Dienstag am Amtsgericht Flensburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 36 Jahre alten Angeklagten unter anderem die unbefugte Führung der Berufsbezeichnung Arzt sowie den unerlaubten Erwerb von Betäubungsmitteln vor.

Für das Verfahren ist bislang ein Verhandlungstag angesetzt. Ein Einzelfall ist der Mann nicht. Immer wieder machen falsche Ärzte von sich reden.

Falscher Arzt betreute Festivals

Der Mann soll seit 2011 bei einer Rettungsorganisation in Flensburg zunächst als Sanitätshelfer tätig gewesen sein. Auf Antrag des Angeklagten soll ihm 2012 ein Dienstausweis mit der Berufsbezeichnung „Arzt“ ausgestellt worden sein, obwohl er diese nicht führen durfte. Mit dem Dienstausweis soll er regelmäßig Arzneimittel erworben haben.

Zudem wird ihm vorgeworfen, bei Sport- und Kulturveranstaltungen als Arzt die Erstversorgung von Patienten vorgenommen haben, etwa zu Festivals in Schleswig-Holstein und in Dänemark. (dpa)