Flüchtlingsamt-Chef könnte in andere Behörde wechseln

Der Präsident des Berliner Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), Alexander Straßmeir, widmet sich womöglich bald neuen Aufgaben. Das LAF bestätig...

ARCHIV - Alexander Straßmeir, Präsident des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF).
ARCHIV - Alexander Straßmeir, Präsident des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF).Annette Riedl/dpa/Archivbild

Berlin-Der Präsident des Berliner Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), Alexander Straßmeir, widmet sich womöglich bald neuen Aufgaben. Das LAF bestätigte am Mittwoch einen Bericht der Zeitungen „B.Z.“ und „Bild“, wonach der Spitzenbeamte im Dezember an die Spitze des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) wechseln könnte. Fix sei das aber noch nicht. Auch aus Senatskreisen hieß es, das Verfahren zur Besetzung der lange vakanten Stelle im Lageso sei noch nicht abgeschlossen.

Der 58-jährige Straßmeir äußerte sich auch selbst. „Den richtigen Zeitpunkt, aus dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten wegzugehen, gibt es nicht“, sagte er „B.Z.“ und „Bild“. „In meiner Karriere habe ich es so gehalten, alle vier bis fünf Jahre die Position zu wechseln und mich neuen Herausforderungen zu stellen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Gegenüber „Morgenpost“ und „Tagesspiegel“ bezeichnete er die Leitung des Lageso als reizvolle Aufgabe.

Straßmeir, der in Berlin auch schon einige Jahre Justiz-Staatssekretär war, ist seit Mitte 2018 Präsident des LAF. Sein möglicher Weggang fällt in eine Zeit, in der wieder deutlich mehr Geflüchtete als in den vergangenen Jahren nach Berlin kommen und deren Aufnahme, Unterbringung und Versorgung immer schwieriger wird. Dafür ist das erst 2016 gegründete LAF zuständig.

Das Lageso wiederum hatte diese Aufgaben bis 2016 inne, war damit aber überfordert und stand deshalb auf dem Höhepunkt der Flüchtlingszuwanderung 2015 und 2016 massiv in der Kritik. Heute hat das Lageso ein breites Aufgabenspektrum in den Bereichen Soziales und Gesundheit.