Rom - Es ist ungewöhnlich ruhig an diesem Vormittag in der Seenot-Rettungszentrale in Rom. Grund dafür könnte ein dunkelvioletter Fleck auf der aktuellen Seewetterkarte sein, die ein überdimensionaler Wandbildschirm anzeigt. Das Mittelmeer leuchtet darauf fast überall in hellem Türkis, nur in Richtung nordafrikanische Küste wird es düster.

Das Violett signalisiert Wellen, die sich bis zu drei Meter hoch auftürmen und es liegt genau vor Libyen. Vermutlich tobt die Brandung an den Stränden nahe Zuwara und Tripolis, wo die Schlauchboote ablegen, in die Menschenhändler gewöhnlich Männer, Frauen und Kinder aus Nordafrika, dem Nahen Osten und Asien zwängen.

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