Die katastrophalen Zustände vor der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber in Moabit haben eine Welle der Hilfsbereitschaft unter Berlinern ausgelöst. Über Facebook verabredeten sich Freiwillige am Freitag, den zu Hunderten im Freien wartenden Menschen mit Wasser und Lebensmitteln zu helfen. Der Malteser Hilfsdienst übernahm die Verteilung von Wasser.

„Mitten in Berlin dursten Kinder, Schwangere, Hunderte Menschen, die in unserer Stadt Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen“, erklärten der Fraktionsvorsitzende der Linken, Udo Wolf, und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Manuela Schmidt. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) müsse Sozialsenator Mario Czaja (CDU) anweisen zu handeln. Ähnlich äußerten sich die Grünen. Die Piraten kritisierten, dass Sozialsenator Czaja „trotz der katastrophalen Zustände weit und breit nicht zu sehen“ sei. Der flüchtlingspolitische Sprecher der Piraten, Fabio Reinhardt, sagte: „Ankommende Flüchtlinge harren Stunden, teilweise tagelang, in der brütenden Hitze aus, um bei der Zentralen Aufnahmestelle (ZAA) überhaupt vorsprechen zu können.“ Darunter seien auch Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Vor Ort gebe es jedoch kein medizinisches Fachpersonal.

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