Der Ärzte-Sänger Farin Urlaub hat sich in einem Interview mit dem Veranstaltungsmagazin "Frizz - Das Magazin aus Halle" deutlich zu den Themen Pegida, Fremdenhass und Rassismus geäußert. „Solange es Leute gibt, die nichts können, nichts wissen und nichts geleistet haben, wird es auch Rassismus geben", sagt der Musiker.

„Denn auch diese Leute wollen sich gut fühlen, auf irgendwas stolz sein. Also suchen sie jemand aus, der anders ist als sie, und halten sich für besser. Oder sie sind bekloppterweise stolz darauf, deutsch zu sein, wozu keinerlei Leistung ihrerseits nötig war.“

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich das Zitat via Facebook, mehr als 16.500 Personen klickten „gefällt mir“. Farin Urlaub weiter: „Ich habe jegliche Geduld mit diesen Arschgeigen verloren; wenn ich erleben muss, dass hierzulande hilfesuchenden Menschen der notdürftige Wohnraum angezündet wird... dann schäme ich mich dafür, Deutscher zu sein.“

Für seine klaren Worte wird der 52-Jährige als „Dachlatte“ und „Pseudopaniker“ beschimpft. Andere schreiben „Leck mich“, „Ekelhaft“, „seine Einstellung ist genau so Scheiße wie seine Musik“. Ähnlich erging es kürzlich Til Schweiger, der sich jetzt nicht mehr nur mit Worten für Flüchtlinge einsetzen will: In Osterode am Harz plant er eine Unterkunft für Migranten. (BK)