Valletta - Sie versuchten ein einträchtiges Bild zu vermitteln auf der Abschlusspressekonferenz des EU-Afrika-Gipfels. EU-Ratschef Donald Tusk trat am Donnerstag vor die Presse und sprach von einem Erfolg. Er war eingerahmt von Maltas Regierungschef Joseph Muscat und Senegals Präsident Macky Sall. Aber der befand: „Wir brauchen mehr Unterstützung.“

Mit 1,878 Milliarden Euro wollen die EU-Länder die Staaten Afrikas Jahren unterstützen, um Fluchtursachen zu bekämpfen. Aber schon die krumme Zahl der Hilfsgelder zeigt, dass es klemmte beim Treffen zwischen Europa und Afrika in Maltas Hauptstadt Valletta. 1,8 Milliarden Euro hatte die EU-Kommission bereitgestellt und auf die gleiche Summe aus den Mitgliedstaaten gehofft. Stattdessen sagten die nationalen Regierungen 78 Millionen Euro zu, Griechenland, Zypern und Kroatien mochten sich erst gar nicht am Afrikafonds beteiligen. Solidarität kennt Grenzen. Das zeigt, wie schwierig die Lage ist. Zwar sprach Kanzlerin Angela Merkel von einer „neuen Phase der Zusammenarbeit“.

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