Berlin - Angesichts zunehmender Flüchtlingszahlen und vor dem Hintergrund offensichtlicher Unstimmigkeiten im Kabinett zieht Bundeskanzlerin Angela Merkel die Koordination der Flüchtlingspolitik an sich. Es ist ein logischer Schritt angesichts einer Aufgabe, die in der Regierung als zuweilen als größer als die Wiedervereinigung beschrieben wird. Gleichzeitig wird dadurch allerdings auch der ohnehin in die Kritik geratene Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) entmachtet.

In seinem Ministerium bleibt zwar ein Lenkungsausschuss bestehen. Dessen Aufgaben sind allerdings bislang nicht ganz klar. Im Kanzleramt wird nach Informationen dieser Zeitung unter der Leitung von Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) eine koordinierende Stabsstelle mit mehreren Mitarbeitern eingerichtet. Das Kabinett soll am Mittwoch eine entsprechende Vorlage Altmaiers beschließen. Darin ist auch eine klare Aufteilung der Zuständigkeiten vorgesehen, berichtete Spiegel-Online. So solle sich das Innenministerium um rechtliche Fragen, Integration und Abschiebungen kümmern, das Finanzministerium um die Unterbringung von Flüchtlingen und das Verteidigungsministerium um den Transport.

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