Nauen - Der Brandenburger AfD-Chef Alexander Gauland hat mit Äußerungen zu einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Nauen (Havelland) Empörung ausgelöst. „Wären die Bürger einbezogen worden und hätten sie das Gefühl, dass nicht nur sie und die Kommunen gefordert werden, sondern auch die Politik auf Bundes- und Landesebene alles tut, um der Situation Herr zu werden, ließen sich Reaktionen wie jetzt in Nauen sicherlich verhindern“, erklärte Gauland am Dienstag.

SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz nannte die Äußerungen Gaulands „abscheulich“. „Er rechtfertigt den fremdenfeindlichen Anschlag auf die Flüchtlingsunterkunft und schiebt die Verantwortung von den Tätern auf diejenigen, die Kriegsflüchtlingen helfen und sie willkommen heißen wollen“, sagte Geywitz. „Das ist eine neue radikale Qualität, die wir in Brandenburg so bisher nicht kannten.“ (dpa)