Bremen - Der Bremer AfD-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz ist von mehreren Angreifern attackiert und offenbar schwer verletzt worden. Die Tat habe sich am Montagnachmittag nahe dem Theater am Goetheplatz in der Bremer Innenstadt ereignet, teilte die Polizei mit. Es sei von einer politisch motivierten Tat auszugehen. Der polizeiliche Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft Bremen leiteten Ermittlungen ein.

Nach Angaben der AfD Bremen wurde Magnitz bei dem Angriff schwer verletzt. Er sei von drei vermummten Männern attackiert worden. „Mit einem Kantholz schlugen sie ihn bewusstlos und traten weiter gegen seinen Kopf, als er bereits am Boden lag“, erklärte die Partei. Ein Bauarbeiter sei eingeschritten und habe den Angriff beendet.

Magnitz mit blutender Kopfwunde

Die Partei veröffentlichte ein Foto, das den Politiker mit einer blutenden Kopfwunde zeigt. AfD-Chef Jörg Meuthen sprach von einer „feigen und widerwärtigen“ Attacke. „Im Moment bin ich so erschüttert, dass ich mich außerstande sehe, dies weiter zu kommentieren“, schrieb der Parteivorsitzende im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Gauland und Weidel verurteilen Angriff

Die AfD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Alexander Gauland und Alice Weidel, haben den Angriff auf den Bremer AfD-Landeschef und Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz scharf verurteilt. Die „feige lebensbedrohliche Gewalt“ sei „Ergebnis der Hetze von Politikern und Medien gegen uns“, erklärten die Fraktionschefs am Dienstag in Berlin. Politiker aller Parteien sowie die Bundesregierung müssten „Gewalt gegen die AfD ohne Wenn und Aber missbilligen“.

Verfassungsschutz, Polizei und Justiz müssen jetzt alles daransetzen, „dass die Täter umgehend gefasst und mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden“, erklärten Gauland und Weidel.  

Angriffe auf AfD häufen sich

Die AfD war bereits in der vergangenen Woche Ziel mehrerer Angriffe geworden. Vor einem Parteibüro im sächsischen Döbeln kam es am Donnerstag zu einer schweren Explosion. Dabei wurde offenbar relativ starke Pyrotechnik eingesetzt. An dem Gebäude entstand ein erheblicher Schaden. Drei Tatverdächtige wurden festgenommen.

Am Wochenende wurden zudem in Niedersachsen das Haus eines emsländischen AfD-Kreistagsabgeordneten beschmiert und ein Parteibüro in Berlin mit Farbbeuteln beworfen. (afp)