Eine Marinebasis in Tripolis, April 2016. Gemeinsam mit meinem französischen Kollegen Jean-Marc Ayrault treffe ich in Libyen mit Ministerpräsident Fayez al-Serraj zusammen, dem Chef der neuen libyschen Einheitsregierung. Es ist eine Regierung ohne Staatsapparat. Nach fünf Jahren Bürgerkrieg ist die Lage im Land verheerend. Das Gesundheitssystem steht kurz vor dem Zusammenbruch, Schulen bleiben vielerorts geschlossen, die Sicherheitslage ist bedrohlich. Im Machtvakuum zwischen den verfeindeten Gruppen im Westen und Osten konnte sich der Islamische Staat entlang eines Küstenstreifens von 200 Kilometern ausbreiten. Menschenschlepper können ungestört ihrem Geschäft nachgehen.

Um der Einheitsregierung zu helfen, Fuß zu fassen, hat Deutschland im April 2016 gemeinsam mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) die „Stabilisierungsfazilität für Libyen“ aus der Taufe gehoben. Mit ihr werden Projekte unterstützt, die für die Bevölkerung spürbare Fortschritte bringen: bei Wasser- und Stromversorgung etwa, durch die Rehabilitation von Gesundheitszentren oder die Wiederherstellung von Schulen.

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