Ein Zug wird am Bahnhof Marseille Saint-Charles geparkt. In Frankreich gibt es massive, landesweite Streiks.
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ParisIn Frankreich hat der Generalstreik gegen die geplante Rentenreform von Präsident Emmanuel Macron begonnen. Die Arbeitsniederlegungen brachten am Donnerstag vor allem massive Einschränkungen im Bahnverkehr mit sich: 90 Prozent der TGV-Schnellzüge wurden nach Angaben der staatlichen Bahngesellschaft SNCF gestrichen, ebenso 80 Prozent der Regionalzüge. In Paris lag der Verkehr auf elf der 16 Metrolinien lahm. Züge und Flüge zwischen Deutschland und Frankreich waren ebenfalls betroffen.

Dem Ausstand bei der Bahn und im Pariser Nahverkehr wollen sich am Donnerstag unter anderem Feuerwehrleute sowie Mitarbeiter von Schulen, Krankenhäusern und der Müllabfuhr anschließen. Es wurde mit den größten Protesten seit Beginn der „Gelbwesten“-Krise vor gut einem Jahr erwartet. Fast 250 Kundgebungen sind angemeldet. Die Proteste richten sich gegen Macrons Rentenreform-Pläne. Er will Vorrechte für viele Berufsgruppen abschaffen. Die genauen Pläne sollen Mitte Dezember vorgestellt werden. Das Innenministerium befürchtet Ausschreitungen und hat die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft. Allein in Paris sind rund 6000 Polizisten im Einsatz.