Berlin - Wie man mit Niederlagen umgeht, das weiß Franziska Giffey besser als viele andere: „Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weiterlaufen.“ Wer über Rückschläge den Mut verliert, sollte sich gar nicht erst nach der Macht strecken. Schon gar nicht, wer derzeit als Sozialdemokratin an die Spitze möchte. In Giffeys Fall bedeutet das: ins Rote Rathaus, als Nachfolgerin von Michael Müller.

Das Missliche an Giffeys gegenwärtiger Situation: Sie müsste ihr Krönchen dringend richten, hat aber noch gar keins. An diesem Sonnabend sollte es ihr verliehen werden. Wäre keine Pandemie, stünden nicht erneut starke Einschränkungen des öffentlichen Lebens kurz bevor, dann hätte die Berliner SPD sie beim Parteitag zu ihrer neuen Vorsitzenden gewählt, gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh. Schöne Bilder hätte das gegeben, ein mutmaßlich sehr deutliches Wahlergebnis für die Konsenskandidatin, warme Worte vom Vorgänger, kämpferische Parolen von den Unterstützern.

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