Silke Gebel (Grüne).
Foto: Berliner Zeitung/Volkmar Otto

Berlin - Rascheln, Kramen, Stimmengewirr am anderen Ende der Leitung. „Moment, das Kind sucht noch den zweiten Schuh!“, sagt Silke Gebel. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen hat drei Kinder – eins, fünf und sieben Jahre alt –, und zugleich einen der familienfeindlichsten Jobs im Abgeordnetenhaus. Die 37-Jährige ist für Kollegen wie Presse zentrale Ansprechpartnerin zu allen wichtigen, besonders den tagesaktuellen Themen. Das bedeutet Rufbereitschaft, sieben Tage die Woche. Manchmal erklärt Gebel komplizierte Gesetzgebungsverfahren, während sie die Kinder badet, oder leitet Sitzungen mit dem Baby auf dem Schoß.

Parität ist das Spezialgebiet der 37-Jährigen und ein Kernthema der feministischen Ökopartei. Seit Jahrzehnten verpflichten sich die Grünen freiwillig zur Parität. Absurderweise könnte sie als Pflicht im Parlament aber auch für sie zu einem Problem werden.

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