In mehreren türkischen Städten haben Menschen gegen Gewalt gegen Frauen und die Aufkündigung der sogenannten Istanbul-Konvention demonstriert. Die Demonstrantinnen hielten Schilder mit den Namen getöteter Frauen hoch oder trugen Oberteile mit den Namen der Opfer.
Foto: dpa/Anne Pollmann

Ankara - 21. Juli 2020: Die 27-jährige Pinar Gültekin wird tot in einem Fass in einem Wald im westtürkischen Mugla aufgefunden. Wenig später gesteht ihr Ex-Freund die Tat. Die brutale Tötung löst über die Landesgrenzen hinaus Proteste aus. Weltweit teilen Menschen in sozialen Netzwerk den Namen der ermordeten Kurdin.

Deniz Altuntas kann die Male nicht mehr zählen, die sie gegen Frauenmorde demonstriert hat. In der Türkei hätten Männer im vergangenen Jahr 474 Frauen getötet, sagt Altuntas, Mitglied der türkischen Organisation „Wir werden Frauenmorde stoppen“, die monatlich Berichte zu sogenannten Femiziden veröffentlicht. Für jedes einzelne Opfer würde sie am liebsten auf die Straße gehen.

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