Berlin„Ich bin für eine Frauenquote.“ Diesen Satz sagte der bayrische Ministerpräsident Markus Söder in einem ZEIT-Gespräch Mitte November. Man stolpert ein bisschen über diese Zeile. Wenn sich schon ein CSU-Landesvater offen für die Quote ausspricht, ist diese feministische Forderung wirklich in der Mitte der Gesellschaft angekommen. 2001 hatte sich die damalige rot-grüne Bundesregierung noch auf eine freiwillige Frauenquote mit der Wirtschaft geeinigt. Heute gibt es Unternehmen, die das Ziel „null Frauen“ formulieren.

Wenige Tage nach Söders Vorstoß hat sich die Koalition dann auf die Einführung einer verbindlichen Quote für Frauen in Vorständen geeinigt. Ist das wirklich notwendig? Aus der Parteijugend regt sich schon Widerstand. Im Rahmen des Deutschlandtages der Jungen Union twitterte deren Hamburger Chef Philipp Heißner am Sonntag, dass die JU Deutschland auf Antrag der JU aus Hamburg eine Frauenquote in der Union ablehne. Das Argument: Die JU bleibe ein Hort der Vernunft.

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