Landelin Winter hat die Zahlen im Blick. Der 16-Jährige tippt ein paar Mal auf sein Handy und scannt mit konzentrierter Mine seine WhatsApp-Kommunikation: „Aktuell gibt es in Deutschland 400 ,Fridays for Future‘-Gruppen, die dezentral für den Klimaschutz protestieren“, erklärt der Elftklässler. „Und wir werden täglich mehr.“ An diesem Nachmittag hat sich Zülpich den Protesten angeschlossen. „Ich musste den Ort erst einmal googeln“, sagt Landelin. Von seinem Kinderzimmer aus, im Spitzgiebel eines alten, verwinkelten Hauses im brandenburgischen Eberswalde, engagiert sich der Schüler für die weltweite Protestbewegung. An die Dachbalken hat er Fotos von Greifvögeln geheftet, daneben hängt ein Kalender der Fantasy-Serie „Game of Thrones“. Landelins Aufgabe ist es, Gruppen bei ihrer Gründung zu unterstützen. Täglich kommuniziert er dafür mit zig Gleichgesinnten, in Heidenheim, Landshut, in Mannheim. Für Netflix-Serien, nach denen er früher süchtig war, hat der Schüler keine Zeit mehr.

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