Berlin - Vor der Rede von Friedrich Merz stellte sich vor allem die Frage: Wird er es diesmal besser machen? Beim Hamburger Parteitag im Dezember 2019, der schließlich Annegret Kramp-Karrenbauer wählte, hatte er sich seine Chancen mit einem eher mittelmäßigen Auftritt selbst vermasselt.

Eines war schnell klar: An diesem Samstag wollte Merz diesen Fehler nicht wiederholen. Der 64-Jährige gab sich kämpferisch und betonte seinen Führungsanspruch. Aber er versuchte zugleich, sich nahbar zu geben. „Was war das für ein Jahr 2020?“, fragte er am Anfang, um sogleich die Partei zu loben, die sich mit diesem voll digitalisierten Parteitag schon technologisch an die Spitze gesetzt habe. „Das ist CDU im 21. Jahrhundert“, sagte Merz. „Wir gehen mit gutem Beispiel voran. Ab heute müssen alle anderen Parteien in Deutschland sich an diesen Standards messen lassen.“ Damit war die Linie klar: Ich gebe mein Selbstvertrauen an Euch weiter, lautete die Botschaft.

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