Laut einem Bericht des UNO-Hilfswerks gibt es im Dezember weltweit mehr als 80 Millionen Flüchtlinge. Das entspricht in etwa der Anzahl der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland. Nur ein Beispiel, das uns über die Verhältnisse jenseits der Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln erreicht: Im Camp Lipa im Nordwesten Bosniens kampieren derzeit bei winterlichen Temperaturen 1400 Flüchtlinge in Plastikzelten.

Weihnachten, dieses wohl deutscheste Familienfest, ist übrigens die alljährliche Erinnerung an die Geburt Jesu Christi. Bei Wikipedia findet man unter dem Stichwort „Flucht nach Ägypten“, mit Hinweis auf das Matthäus-Evangelium, eine alltagstaugliche Erklärung für den Aufbruch: „Nachdem die Weisen aus dem Morgenland abgereist waren, erschien Josef ein Engel im Traum. Dieser befahl ihm, mit Maria und Jesus nach Ägypten zu fliehen.“ Die Vorgeschichte mit dem Stroh in der Krippe im Tierstall als Herberge für die Gestrandeten ist nicht nur den weihnachtlichen Gottesdienstbesuchern wenigstens in Ansätzen vertraut.

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