G20 Demos: Alle Demonstrationen rund um den G20-Gipfel im Überblick

Hamburg - Der G20-Gipfel wirft seine Schatten voraus! Harte Proteste werden bereits seit Wochen angekündigt, die Polizei ist mit über 15.000 Einsatzkräften an der Elbe. Der Widerstand gegen das Treffen der Regierungschefs der G20-Staaten formiert sich seit Monaten. Trotz des Demo-Verbots in der Innenstadt wurden bisher zahlreiche Veranstaltungen angemeldet und auch offiziell genehmigt. Die Berliner Zeitung gibt eine Übersicht über die geplanten Protest-Aktionen und Demonstrationen zum G20-Gipfel.

G20-Demos am Donnerstag, 6. Juli

Ab 7 Uhr

„Bridges to Humanity“

Eine besonders kreative Form des Protests beginnt zeitgleich mit dem „GAY20-Gipfel”. Ein Hamburger Künstler fordert bei „Bridges to Humanity” zu einem farbenfrohen Protest auf. Hierbei sollen in Hamburg Brücken erobert werden und dabei gelbe Elemente fotografiert werden (Regencape, Bananen, Bälle usw.). Auf der Kennedybrücke startet für Yoga-Begeisterte um 7 Uhr in gleicher Farbe ein friedlicher Protest. Einfach Yogamatte und ein gelbes Accessoire mitbringen.

9 bis 17.20 Uhr

„Brücken bauen statt Mauern“

Nicht nur China wird mit einer Mahnwache begrüßt, auch die Delegation aus den USA wird gebührend in Empfang genommen. Die Mahnwache findet am Donnerstag, 6. Juli, von 9 bis 17.20 Uhr am Jungfernstieg statt. Die Aktion trägt den namen „Brücken bauen statt Mauern!”

Ab 16 Uhr

Demo „Welcome to hell“

Der Name wird wohl auch zum Programm: Die Demo „Welcome to hell” könnte zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen antikapitalistischen und autonomen Gruppen mit der Polizei führen. Rund 8000 gewaltbereite Aktivisten werden während des Gipfels von der Polizei in der Stadt erwartet. Ein Großteil soll auch an dieser Demo teilnehmen. Beginn der Demonstration ist 16 Uhr am Fischmarkt.

Ab 18 Uhr

Global Citizen Festival in der Barclaycard-Arena

Bevor es am 7. Juli zum Auftakt des Gipfels kommt, steigt in der Barclaycard Arena ein Riesen-Konzert. Superstars und weltbekannte Bands wie Coldplay, Pharrell Williams, Shakira und Ellie Goulding spielen in Hamburg, um ein Zeichen gegen Armut und soziale Missstände zu setzen. Das Konzert wird von der zivilgesellschaftlichen Organisation „Global Citizen” veranstaltet. Auftakt des musikalischen Protests ist 18 Uhr.

Ab 19 Uhr

Gay20-Gipfel auf der Reeperbahn

Auf der Reeperbahn wird es um 19 Uhr zu einem ganz besonderen Gipfel kommen, dem „GAY20-Gifpel”. Der alternative LGBT-Gipfel wurd von Hamburg Pride organisiert und soll darauf hinweisen, dass nach wie vor in einigen G20-Staaten die Menschenrechte, insbesondere von Homosexuellen, nicht geachtet werden.

G20-Demos am Freitag, 7. Juli

Ab 7 Uhr

„Shut down the logistic of capital“

Pünktlich zum Start des Gipfels kommt es am Freitag, 7. Juli, bereits ab 7 Uhr morgens zu einer ersten großen Demonstration. Vier angemeldete Demonstrationszüge starten von unterschiedlichen Startpunkten in Wilhelmsburg aus, um in Richtung Industriehafen zu laufen. Unter dem Motto „Shut down the logistic of capital” vereinigen sich die Züge zu einem großen Protestmarsch und sollen dabei die Zufahrtswege zum Hafen lahmlegen.

Ab 10.30 Uhr

Jugend gegen G20

Auch für die Bildung wird zum Gipfelauftakt gestreikt: Ab 10.30 Uhr ruft das Bündnis Jugend gegen G20 zu einem Bildungsstreik auf. Anstatt in die Schule zu gehen, sollen die Schüler in der Innenstadt für selbstbestimmtes Lernen streiken.

11 Uhr bis 16 Uhr

Mahnwache in Ottensen

Auf der Ottensener Hauptstraße kommt es zwischen 11 und 16 Uhr zu einer Mahnwache: Mit einem stationären Protest soll gegen „Menschenrechtsverletzungen im besetzten Teil von Kaschmir” aufmerksam gemacht werden.

Ab 12 Uhr

„G20 (Bier holen)“

Dass nicht nur mit Protestmärschen demonstriert wird, will dieses Event beweisen: Protest in flüssiger Form und vor allem mit reichlich Bier soll ab 12 Uhr im Karoviertel stattfinden. „G20 (Bier holen)” soll eine Mischung aus Spaß und ernsthaftem Protest sein.

Ab 12 Uhr

„Kicken gegen den Gipfel“

Sportlich protestiert wird beim FC St. Pauli. Die Herrenfußball-Abteilung organisiert von Freitag bis Samstag ein Herrenturnier gegen den G20-Gipfel. Los geht's ab 12 Uhr bei „Kicken gegen den Gipfel”.

Ab 16 Uhr

„One World – One Vibe!”

Auf dem Spielbudenplatz auf St. Pauli wird ab 16 Uhr dem Motto „One World – One Vibe!” feierlich demonstriert. Clubbetreiber, das St.-Pauli-Museum und ein Nachbarschaftsverein haben die Demo organisiert. Geplant sind Vorträge zu wichtigen Themen der Weltpolitik und Livemusik. Die Veranstalter rechnen mit insgesamt 10.000 Besuchern.

Ab 19 Uhr

„Colorful Mass”

Einen fahrenden Protest auf dem Fahrrad wird es ab 19 Uhr geben. Von der Moorweide am Dammtor-Bahnhof startet die „Colorful Mass”. Hierbei wird vor allem gegen die zahlreichen Verstöße gegen Grenzwerten für Schadstoffe demonstriert.

Ganztägig

Blockaden und Protestaktionen

Ganztägig soll es am Freitag in ganz Hamburg zu Blockaden und Protestaktionen kommen. Diese finden unter dem Motto „Colour the red zone” statt.

G20-Demos am Samstag, 8. Juli

Ab 11 Uhr

„Grenzenlose Solidarität statt G20”

Der zweite Tag des Gipfeltreffens wird zeitgleich der Tag der größten Demonstration in Hamburg. „Grenzenlose Solidarität statt G20” spricht dabei nicht nur aktivistische Gruppen, sondern auch Parteien und Verbände an. Nach aktuellen Schätzungen geht die Polizei von 100.000 Teilnehmern aus. Vom Deichtorplatz (Nähe Hauptbahnhof) bis zum Heiligengeistfeld verläuft die Route der Großdemonstration. Der Auftakt beginnt um 11 Uhr, spätestens um 13 Uhr soll der Zug tatsächlich starten.

Ab 12.30 Uhr

„Hamburg zeigt Haltung”

Um 12.30 Uhr beginnt die bürgerliche Demonstration „Hamburg zeigt Haltung”. Gestartet wird an der U-Bahnhaltestelle Meßberg (U1). Die Route führt über die Landungsbrücken bis zur Fischauktionshalle. Demonstriert wird für Gewaltfreiheit, Demokratie, Menschenrechte und Pressefreiheit.