Hamburg - Noch bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel die Staats- und Regierungschefs der teilnehmenden G20-Staaten im Gipfelzentrum in der Hamburger Messe begrüßen konnte, haben EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk eine erste Pressekonferenz abgehalten.

Obwohl der Gipfel noch nicht offiziell eröffnet wurde, hat der Kommissionspräsident ein deutliches Zeichen der EU gesetzt. Jean-Claude Junckers Kernthema seines Statements  war der Freihandel: "Es ist kein Mittel, zum Protektionismus zurückzukehren. Darum haben wir ein neues Partnerschaftsabkommen mit Japan beschlossen", so der EU-Kommissionspräsident zum Beginn des G20-Gipfels. Trump blockiere - und die EU suche sich andere Verbündete für ein Freihandelsabkommen. „Wir sind in gehobener Kampfesstimmung“, sagte Juncker und setzte damit einen ersten deutlichen Akzent für das Treffen der Staats- und Regierungschefs in der Hansestadt.

Gewalttätige Auseinandersetzungen in der Innenstadt

Das Medienstatement hatte mit einer 40-minütigen Verspätung begonnen, weil die Kolonne mit den EU- Politikern kaum durch die Stadt gekommen war. Die Demonstranten feierten dies als Erfolg. Unter dem Twitter-Account „BlockG20“ schrieben die Aktivisten: „Wir haben unser erstes Ziel erreicht“.  „Wir hören und sehen was auf den Straßen passiert, es ist nicht so, dass wir blind und taub durch Hamburg fahren“, erklärte Juncker zu den Krawallen. Noch immer gibt es in der Hansestadt gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten, letztere blockieren aktuell Zufahrtsstraßen zur Hamburger Messe, wo der Gipfel stattfindet. Die Demonstranten liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei. Im gesamten Stadtgebiet ist es zu Brandstiftungen gekommen -  die Polizei setzt Wasserwerfer ein.