Gaza/Tel Aviv - Drei Jugendliche sind nach palästinensischen Angaben bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze erschossen worden. Mindestens 316 Palästinenser seien verletzt worden, darunter 64 durch Schüsse, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza am Samstag mit. Ein Palästinenser erlag am Morgen seinen Verletzungen nach Konfrontationen am Vorabend. Die israelische Armee sprach von rund 40.000 Palästinensern, die sich am Samstag im Grenzgebiet versammelten. 

Die Organisatoren der Proteste hatten zu einem „Eine-Million-Marsch“ aufgerufen. Sie erinnerten damit an den Beginn der Proteste am Grenzzaun vor einem Jahr. Nach israelischen Militärangaben warfen Teilnehmer Steine, Granaten und Sprengsätze auf den Zaun und zündeten Reifen an. Die Soldaten würden Maßnahmen zur Auflösung von Unruhen ergreifen und auch schießen, hieß es in einer Mitteilung. Der größte Teil der Palästinenser halte sich aber weiter entfernt vom Zaun bei Zelten auf - nach palästinensischen Angaben rund 300 Meter vom Grenzzaun entfernt. Wegen eines Generalstreiks blieben Geschäfte im Gazastreifen geschlossen.

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