Berlin - Synagogen und Geschäfte werden verwüstet, tausende Juden deportiert - die Pogromnacht vom 1938 war eine Vorstufe zum Holocaust. Das Gedenken in Berlin wirkt beklemmend aktuell.

Der Zentralrat der Juden hat der AfD eine Mitverantwortung für Attacken und Hetze gegen jüdische Menschen, Muslime und Flüchtlinge gegeben. „Eine Partei, die im Bundestag am ganz äußeren rechten Rand sitzt, hat diese Hetze perfektioniert. Sie sind geistige Brandstifter“, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster am Freitag, ohne die AfD beim Namen zu nennen. Zugleich warnte Kanzlerin Angela Merkel bei der Gedenkstunde an die Pogromnacht von 1938 in der Berliner Synagoge Rykestraße vor zunehmendem Judenhass.

„Vor nichts haben sie Respekt“, sagte Schuster in Anspielung auf die AfD. „Sie instrumentalisieren die mutigen Widerstandskämpfer der Weißen Rose für ihre Zwecke. Sie verhöhnen die Opfer und Überlebenden der Schoa, indem sie die NS-Verbrechen relativieren. Sie betreiben Geschichtsklitterung und wollen unsere Gedenkkultur zerstören.“

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