Los Angeles - Bei einer Trauerfeier haben tausende Menschen des vor einer Woche bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommenen Hollywood-Stars Paul Walker gedacht. Die Trauernden versammelten sich am Sonntag (Ortszeit) nach US-Medienberichten an der Stelle nördlich von Los Angeles, an der Walker am vergangenen Wochenende im Alter von nur 40 Jahren bei einem Unfall mit einem Sportwagen gestorben war.

Viele waren von weit entfernt gekommen und legten Blumen, Kerzen und Plakate nieder. Die Gedenkfeier war von Fans über das Internet organisiert worden. Walker war vor allem als Star der Erfolgs-Kinoreihe „Fast and Furious“ bekannt geworden. Walker hatte in den Filmen als Undercover-Ermittler Brian O'Conner neben Vin Diesel eine der Hauptrollen.
Die teils mit getunten Fahrzeugen angereisten Fans fuhren als Autoprozession durch den Industriepark, in dem sich der Unfall ereignet hatte. Sie kamen allein oder in Autokarawanen, manche saßen in Autos, die sie in vielen Stunden mühevoller Arbeit so zusammengeschraubt und gestaltet haben wie Wagen aus den Filmen, die den Schauspieler Paul Walker berühmt gemacht haben, schreibt die Los Angeles Times.

Abschiedsworte waren an ihre Fenster gesprüht. Botschaften an den Verstorbenen. Über die Masse der Fans zogen zwei kleine Flugzeuge hinweg, mit Bannern, die sie über den Himmel zogen. Auf einem stand: "Unsere Herzen sind bei der Familie und den Freunden".

Gekommen waren auch Vertreter philippinischer Nichtregierungsorganisationen, die ihrer Anteilnahme Ausdruck verliehen. Walker habe viele Fans auf den Philippinen, die er mit seinem Engagement für Opfer von Naturkatastrophen gewonnen hat, hieß es. Mit ihnen hatte Walker zusammengearbeitet.

Spontan hatte er nach dem Erdbeben in Haiti vor vier Jahren die Organisation "Reach Out Worldwide" gegründet. An dem Tag, an dem der Unfall passierte, war er für die Teilnahme an einer Autoshow unterwegs, die für diese Mission weitere Spenden einbringen sollte.

Unterdessen wird nach wie vor zur Unfallursache ermittelt. Ein technisches Problem werde nach einem Bericht der Los Angeles Times nicht ausgeschlossen. Das Tempo, mit dem der Wagen unterwegs war, könnte ebenfalls zu dem Crash beigetragen haben.

Walker war Beifahrer, mit ihm starb der Fahrer, ein Freund von ihm, Roger Rodas. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass die beiden an einem Straßenrennen beteiligt gewesen seien, wie das Blatt zu aufgekommenen Gerüchten schreibt. Ob Drogen im Spiel gewesen sein könnten, dazu seien die Tests abzuwarten, sechs bis acht Wochen. (BLZ/dpa)