Bodo Ramelow.
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Berlin - Zwei Fragen vorweg: Wurde das von dem linken Ministerpräsidenten Bodo Ramelow geführte Bundesland Thüringen „extremistisch“ regiert? Nein! Frage Nummer zwei: Wurde Thüringen in dieser Zeit schlechter regiert als Sachsen-Anhalt, dem ein Ministerpräsident der CDU vorsteht? Die Antwort darauf verweigert die Führung der CDU/CSU mit dumpfem, tief beschämtem Schweigen. Denn in Thüringen bilden die Wähler der Linken die gesellschaftliche Mitte. Sie wollen ihr Land aus den Jammertälern der Betriebsschließungen, Bevormundung und Abwanderung herausführen. Sie stehen für ein heimatverbundenes und weltoffenes Selbstbewusstsein. All das fehlt der CDU in Sachsen-Anhalt und in Thüringen. In Sachsen-Anhalt neigen nicht wenige CDUler zur Kohabitation mit der rechtsnationalistischen AfD, während sich die Thüringer Linke von allen politischen Extremen fernhält. Wäre ich Thüringer, ich wählte die Linke (nur bei den Landtagswahlen, nur dort).

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