Sigmar Gabriel
Foto: dpa/Silas Stein

Berlin - So kann sich eine Meinung ändern: 2015 hatte der damalige SPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel das System der Ausbeutung in der Fleischindustrie noch als „Schande für Deutschland“ bezeichnet. Fünf Jahre später hat er das offenbar vergessen und lässt sich in das schändliche System selbst einspannen: Er hat sich vom größten Fleischproduzenten Deutschlands, Clemens Tönnies, als Berater engagieren lassen. 

Der Vertrag des Politikers, der bis 2018 Wirtschaftsminister war, begann offenbar im vergangenen März und lief bis Ende Mai. Zuvor war Gabriel als Berater für den Verlag Holtzbrinck tätig gewesen. Für seine Tätigkeit bei Tönnies soll der Sozialdemokrat 10.000 Euro pro Monat sowie ein zusätzliches vierstelliges Honorar für jeden Reisetag bekommen haben. Nach eigenen Angaben hat der SPD-Mann das Unternehmen zu Exportfragen wegen der Afrikanischen Schweinepest beraten. Das bestätigte er dem ARD-Magazin „Panorama“.

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